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Reschensee Live

Kleine Auszeit in den Bergen von Stammgast Jürgen Grund

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Unser Stammgast Jürgen Grund erzählt von seinem Aktivurlaub im Vinschgau..:

Es ist einer dieser Ort, die ich irgendwann mal wo auf einem Foto gesehen habe. Vielleicht hat jemand auch einmal einen inspirierenden Spruch darüber
geschrieben. Dann vergisst man diesen Ort wieder, bis der Urlaub vor der Tür steht und er wiederauftaucht. Er hat einen Namen.„Der Reschen-See“ .
Fünf Tage Vinschgau ist ja nicht gerade eine üppige Zeit. Doch in einer Welt die uns jeden Tag mit Reizen überschwemmt, ist es wichtig Nischen zu finden…
Geplant war am zweiten Tag nach der Anreise ins Hotel Edelweiß den Piz Lad ( 2808 Meter ), den Hausberg von Reschen zu besteigen. Vom Gipfel hat man eine sagenhafte Rundumsicht auf den See und die ihn umgebende Bergwelt.  Für den dritten Tag war ein „Photoshooting“ geplant – die Stilfserjoch Nationalparkstraße mit dem Ortler.
Am vierten Tag sollte es dann der vor zwei Jahren eröffnete „Hoachwool“ Klettersteig bei Naturns/ Meran werden.
Nach der Rückkehr von der spektakulären Klettersteigrunde, beim Abendessen im Edelweiß, fand ich einen Zettel auf meinem Tisch: „Ein Almfrühstück auf der Planeiler Alm in 2200 Meter Höhe“.

Auch wenn wir uns des öfteren an sogenannten „Tourizielen“ herumtreiben – im Grunde mögen wir es doch einsam. Deshalb hatte ich mir für den letzten Tag eigentlich den „Upikopf“ einen 3000er vorgenommen. Nach dem ich von Reini und Petra nach dem phantastischen 5 Gänge Menü, bei einem tollen Grappa und einem Glas Wein mehr über die Planeiler Alm und das Frühstück dort oben gehört habe, Reini mir dann noch eine Tour auf der Karte von der Alm aus gezeigt hat, die ich in keinem Tourenführer gefunden habe, war für mich klar – Almfrühstück.
Morgens um 7:30 Uhr ging es los, und Reini fuhr mich, Katja und Grit, zwei sehr nette Mädels die ich am Tag zuvor beim Abendessen kennen gelernt habe und die übrigens als Hobby einen Weinberg bewirtschaften und einen sehr guten Tropfen keltern, auf die Planeiler Alm.

Als wir nach einer kurzen Fahrt von einer halben Stunde auf der Alm angekommen sind, gab es ein unglaubliches Frühstück mit Kaffee, Tee, Milch, Brot, frischer Butter, Spiegelei, Schinken, Käse,Jogurt, Honig, Prosecco auf der Terrasse bei strahlendem Sonnenschein für uns. Ich dachte bei mir, hier gibt es alles was in einem Bilderbuch auch zu sehen sein muss. Eine schneidige Sennerin, einen Sennerhund, Kühe, Schweine, Hühner und eine umwerfende Aussicht auf die Gipfelwelt bis zum König Ortler.
Nach dem Frühstück durften wir noch bei der Käseherstellung zusehen und haben eine private Führung bekommen – sprich: Wir durften zusehen wie der Käse im Kupferkessel abgeschöpft wurde und auch einen Blick in den Käsekeller werfen. Nach der Almbesichtigung und dem Frühstück fuhr Reini mit den Mädels gegen 10:30 Uhr wieder ins Hotel zurück und ich machte mich auf zu meiner Bergtour und Gipfelbesteigung. Mein Weg führte mich von der Planeiler Alm „Go West“ gut beschildert Richtung Gipfel. Es sind immer wieder Murmeltiere, Schafe und ein paar Kühe zu sehen, die tolle Photomotive liefern.
Der Weg auf den Gipfel ist eigentlich ganz einfach zu finden. Man braucht nur einem Zaun am Grat oberhalb der Alm zu folgen, da dieser genau über die Mittereggspitze ( 2908 Meter ) verläuft. Nach einer schönen Rast am Gipfelkreuz und vielen Photos mit einer tollen 360 Grad Panoramasicht auf die Gipfelwelt des Vinschgaus bis hinüber zu den Ötztaler Alpen, musste natürlich noch der Eintrag ins Gipfelbuch erfolgen. Dieses war nicht gerade gut befüllt, was augenscheinlich auch an der Abgeschiedenheit und Unbekanntheit dieses Gipfels liegt. Doch gerade diese Abgeschiedenheit macht eine Bergtour ja noch viel schöner.Der Weg vom Gipfel Richtung Grauner Alm war zwar dann nicht mehr besonders gut markiert, doch wenn man ein GPS bzw. Wanderkarte dabei hat, immer auf die rotweißen Markierungen an den Felsen achtet und sich etwas in der Natur auskennt, ist es kein Problem. Die Landschaft dort oben ist einfach Grandios!
Almwiesen mit einem Blütenmeer in Gelb und Blau, wie ich es lange nicht mehr gesehen habe. Nach dem es vom Gipfel über Steige und Blockwerk hinunter ging Richtung Tal, kam etwa nach einer dreiviertel Stunde der in einem kleinen Kessel, umgeben von Bergen eingebettete, kristallklare Bergsee, der mich dazu eingeladen hat, eine Rast einzulegen. Der See sah mit dem Gipfel des Muttler im Hintergrund so einladend aus, das ich spontan eine Runde im klaren Wasser drehen musste. Es war zwar „erfrischend“ aber umso wohltuender bei den heißen Temperaturen an diesem Tag.
Nach der „Schwimmeinlage“ ging es weiter bergab, an den ersten Kühen vorbei Richtung Grauner Alm. Da sich der Weg etwas zieht und ich mit dem Bus von Graun wieder zurück nach Reschen fahren wollte, habe ich sogleich die Forststraße durch den Zirben Wald links an der Alm vorbei genommen.
Nach der Überquerung von mehreren Almwiesen mit den verschiedensten Wildkräutern und einem phantastischen Ausblick auf den Halder- und Reschensee bin ich fast mit etwas Wehmut in Graun an der Bushaltestelle vor dem Tunnel angekommen.

Zurück im Hotel Edelweiß war dann erst einmal Entspannung im neuen Whirlpool und der Zirben Sauna angesagt bevor der „leider“ letzte Tag am Reschensee bei einem genussvollen Abendessen und sehr netten Gesprächen mit den beiden Mädels und Familie Raffeiner im schönen Lounge-
Bereich sich dem Ende zuneigte.
Leider waren die Tage viel zu schnell vorbei, aber es heißt ja – das Ende ist der Anfang – und so komme ich an diesen Ort der Entspannung und Freundlichkeit in den Bergen des Vinschgaus am Reschensee bestimmt zum „Indian Summer“ auf der Jagd nach neuen Photomotiven wieder zurück. Wenn jemand nur auf die Mittereggspitze möchte, könnte er auch mit Reini sprechen, ob man das Mountainbike mitnehmen kann, um nach dem Almfrühstück und der Gipfeltour damit wieder zurück zufahren.

 

Eine Beschreibung meiner Tour mit GPS Daten und Photos – Videos findet ihr auf meiner Seite:
www.juergenontour.de

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